Sexualität als Thema in der Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Inhalte:

Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, deren Schutzbefohlene unbegleitete minderjährige Geflüchtete sind. Sie sensibilisiert Fachkräfte für das Thema Sexualität in ihrem Arbeitskontext. Es wird thematisiert, welche Haltungen, Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen Fachkräfte dabei unterstützen können, dem Schutzauftrag und der Inanspruchnahme der sexuellen und reproduktiven Rechte ihrer Klient_innen gerecht zu werden. Es werden Einblicke in die Möglichkeiten Sexueller Bildung und Prävention sexualisierter Grenzverletzungen in Unterkünften gegeben. Desweiteren suchen wir entlang von Erfahrungen und offenen Fragen aus der Praxis der Teilnehmenden über kollegiale Beratung konkrete Antworten und verdeutlichen rechtliche Hintergründe. Es wird Gelegenheit geben, die eigenen Haltungen, Werte, Grenzen und Unsicherheiten zu beleuchten sowie niederschwellige Methoden auszuprobieren, die hilfreich für einen gelingenden, offenen und sensiblen Dialog sein können.

 

Ziele/Kompetenzen:

  • Fachkräfte haben ein ganzheitliches Verständnis von Sexualität, ihrer Ausdrucksformen und lebenslangen Entwicklungen

  • Sie sind sensibilisiert für sexuelle Themen der Heranwachsenden in ihrer Einrichtung und handlungsfähig im Umgang mit diesen.

  • Fachkräfte können kulturelle Prägungen im Kontext Sexualität reflektieren
  • Fachkräfte sind sowohl im Team als auch mit ihren Klient_innen sprachfähig, um sexuelle Themen anzusprechen bzw. in einen wertschätzenden Diaolog zu treten

  • Fachkräfte sind handlungssicher im Falle sexualisierter Grenzverletzung/Gewalt in der Einrichtung.

  • Fachkräfte erlangen eine Verweisungskompetenz zu externen Fachkräften/ Beratungsstellen, die zu sexueller und reproduktiver Gesundheit bzw. Sexueller Bildung arbeiten.

  • Fachkräfte sind reflektiert in Bezug auf eigene Kapazitäten, Haltungen, Grenzen und Rechte im Themenfeld